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Lesezeit: 10 min · Zuletzt aktualisiert: Januar 2025

GEG 2024 – Was Energieberater jetzt wissen müssen

Die GEG-Novelle 2024 hat die Anforderungen an die energetische Gebäudemodernisierung erheblich verschärft. Für Energieberater ändert sich sowohl der regulatorische Rahmen als auch der Stellenwert des iSFP als Planungsinstrument.

1. GEG 2024 im Überblick

Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) regelt die energetischen Anforderungen an Gebäude in Deutschland. Die Novelle 2024 – oft vereinfacht als "Heizungsgesetz" bezeichnet – ist die umfassendste Reform seit Einführung des GEG 2020.

Kernelemente der Novelle sind:

  • 65%-Erneuerbare-Energien-Pflicht für neue Heizungsanlagen
  • Kommunale Wärmeplanung als Grundlage für Investitionsentscheidungen
  • Ausweitung der Beratungspflicht beim Heizungstausch
  • Verschärfte Energieausweis-Anforderungen bei Vermietung/Verkauf
  • Stärkere Verknüpfung mit BEG-Förderinstrumenten

Für zertifizierte Energieberater bedeutet dies: höhere Nachfrage, komplexere Beratungsaufgaben und ein steigender Stellenwert des iSFP als Orientierungsinstrument für Eigentümer.

2. Die 65%-Erneuerbare-Energien-Pflicht

Ab dem Zeitpunkt der kommunalen Wärmeplanung müssen neue Heizungsanlagen in Bestandsgebäuden zu mindestens 65% mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Die Pflicht gilt für:

Neue Heizungen in Neubau
Sofort ab Inkrafttreten für alle neuen Gebäude
Bestandsgebäude in Gemeinden über 100.000 EW
Entsprechend Wärmeplanungsgesetz-Zeitplan
Bestandsgebäude in kleineren Gemeinden
Stufenweise nach kommunalem Wärmeplan

Wichtig für Energieberater: Die Pflicht gilt für den Austausch von Heizungen. Reparaturen bestehender Anlagen sind weiterhin erlaubt. Der iSFP hilft, den optimalen Zeitpunkt und die optimale Technologiewahl zu dokumentieren.

3. Erweiterte Beratungspflicht

Das GEG 2024 schreibt eine Beratungspflicht beim Einbau von Öl- und Gasheizungen vor. Eigentümer, die noch eine fossile Heizung einbauen (unter den Übergangsregelungen), müssen über die Perspektive und zukünftige Anforderungen informiert werden.

Als zertifizierter Energieberater sind Sie prädestiniert für diese Beratung. Der iSFP ist das ideale Instrument, da er:

  • Den energetischen Ist-Zustand dokumentiert
  • Einen Fahrplan für schrittweise Modernisierung aufzeigt
  • Fördermitteloptionen auflistet
  • Zeitliche Empfehlungen für Investitionen gibt
  • Rechtssicherheit für Eigentümer und Berater schafft

4. DIN V 18599 im GEG-Kontext

Die DIN V 18599 (Energetische Bewertung von Gebäuden) ist die zentrale Berechnungsnorm für das GEG und damit auch für den iSFP. Sie beschreibt die Methodik zur Berechnung des Primärenergiebedarfs von Wohn- und Nichtwohngebäuden.

Im iSFP-Kontext relevant sind insbesondere:

DIN V 18599-1
Allgemeine Bilanzierungsverfahren
DIN V 18599-2
Nutzenergiebedarf für Heizung und Kühlung
DIN V 18599-6
Beleuchtungstechnik
DIN V 18599-10
Nutzungsrandbedingungen und Klimadaten

iSFP-Turbo implementiert die DIN V 18599-Berechnungslogik vollständig. Normenänderungen werden automatisch aktualisiert – ohne manuelle Software-Updates durch den Berater.

5. Bedeutung des iSFP im GEG 2024-Kontext

Mit dem GEG 2024 ist der iSFP wichtiger denn je. Eigentümer stehen vor komplexen Entscheidungen: Welche Heizung ist die richtige? Wann investieren? Wie Förderung optimieren?

Der iSFP liefert genau diese Antworten – individuell und gebäudespezifisch. Energieberater, die qualitativ hochwertige iSFPs anbieten, positionieren sich als unentbehrliche Beratungspartner in einer Phase gestiegener regulatorischer Komplexität.

iSFP als GEG-Fahrplan für Eigentümer

Ein gut erstellter iSFP zeigt dem Eigentümer nicht nur die energetisch sinnvollste Sanierungsreihenfolge, sondern auch, wie er GEG-Anforderungen kostenoptimal erfüllen kann. Das schafft Vertrauen und stärkt die Beratungsbeziehung langfristig.

6. GEG und BEG-Förderung

GEG und BEG-Förderung (Bundesförderung für effiziente Gebäude) sind eng verknüpft: Geförderte Maßnahmen müssen GEG-konform sein; gleichzeitig erleichtert die Förderung die Erfüllung der GEG-Anforderungen.

Der iSFP ist das Bindeglied: Er dokumentiert den Sanierungspfad (GEG-konform) und optimiert gleichzeitig die Fördermittelausnutzung (BEG). Für alle Details zur aktuellen Förderlandschaft lesen Sie unseren Artikel zur BEG-Förderung 2025.

7. Wie iSFP-Turbo GEG-konformes Arbeiten vereinfacht

GEG-konformes iSFP-Erstellen erfordert aktuelle Normen, korrekte Berechnungen und BAFA-valide XML-Exporte. iSFP-Turbo hält alle diese Anforderungen automatisch aktuell:

  • DIN V 18599-Berechnungslogik immer auf aktuellem Stand
  • BAFA-XML-Schema automatisch aktualisiert (kein manuelles Update)
  • GEG-konforme Sanierungsszenarien mit Effizienzklassenprognose
  • BEG-Förderoptionen integriert und mit 5%-Bonus berechnet
GEG-konformes iSFP erstellen

Häufige Fragen zum GEG 2024

Was hat sich im GEG 2024 für Energieberater geändert?

Das GEG 2024 (Gebäudeenergiegesetz) brachte mehrere wesentliche Änderungen: Die 65%-EE-Pflicht für neue Heizungen in Bestandsgebäuden wurde schrittweise eingeführt, die Anforderungen an Energieausweise wurden verschärft, und die Beratungspflicht für Energieberater beim Heizungstausch wurde ausgeweitet. Für iSFPs bleibt die DIN V 18599 weiterhin die maßgebliche Berechnungsnorm.

Müssen alle Bestandsgebäude jetzt eine neue Heizung bekommen?

Nein. Das GEG 2024 schreibt keine sofortige Pflicht zum Heizungstausch vor. Die 65%-EE-Anforderung gilt für neue Heizungsanlagen. Bestehende Heizungen dürfen weiter betrieben und bei Defekt repariert werden. Energieberater sollten Eigentümer über Fristen und Übergangsregelungen informieren – der iSFP ist dabei ein wichtiges Planungsinstrument.

Welche Rolle spielt der iSFP im GEG 2024-Kontext?

Der iSFP spielt im GEG 2024-Kontext eine wichtige Rolle als Planungsinstrument für die schrittweise Dekarbonisierung. Er hilft Eigentümern, die gesetzlichen Anforderungen zeitlich und finanziell sinnvoll zu erfüllen. Gleichzeitig ist er Voraussetzung für den 5%-BEG-EM-Bonus und sichert die optimale Förderausnutzung.

Gilt DIN V 18599 jetzt für alle iSFPs verbindlich?

Für iSFPs, die den BAFA-Anforderungen entsprechen sollen, ist die Berechnung nach DIN V 18599 (Energetische Bewertung von Gebäuden) die anerkannte Methodik. Die Druckapplikation v2.5.x setzt entsprechende Berechnungsparameter voraus. iSFP-Turbo implementiert die DIN V 18599-Berechnungslogik vollständig.

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