Energieberatungssoftware Vergleich 2025 – iSFP-Tools im Überblick
Welche Software eignet sich 2025 für die iSFP-Erstellung? Vergleich von Hottgenroth, BKI, IWU-iSFP und iSFP-Turbo nach Preis, Bedienung und BAFA-Konformität.
Die Wahl der richtigen Software für die iSFP-Erstellung entscheidet maßgeblich darüber, wie effizient und profitabel Ihre Energieberatung ist. Dieser Vergleich stellt die wichtigsten Tools 2025 gegenüber – ohne Werbung, nur Fakten.
Vergleichskriterien
Wir bewerten die Software nach folgenden Kriterien:
- BAFA-Konformität: Unterstützt das aktuelle XML-Schema der Druckapplikation v2.5?
- Benutzerfreundlichkeit: Einarbeitungszeit und Bedienungslogik
- Aktualität: Wie schnell werden Normänderungen und BAFA-Updates umgesetzt?
- Preis: Lizenzkosten und Abrechnungsmodell
- Geräte: Desktop-only oder Cloud/Browser?
- Zusammenarbeit: Mehrnutzerfähig?
Hottgenroth ETU
Hottgenroth ETU ist die am weitesten verbreitete Energieberatungssoftware in Deutschland. Sie deckt weit mehr als iSFPs ab: Energieausweise, U-Wert-Berechnungen, Heizlast nach DIN 12831, gebäudetechnische Simulations- und viele weitere Module.
Stärken:
- Sehr vollständige Funktionsabdeckung
- Etabliert in Ingenieurbüros
- Gute Einbindung in bestehende Energieberater-Workflows
Schwächen:
- Hohe Komplexität, lange Einarbeitung
- Jahreslizenzen ab ca. 800–1.200 EUR/Jahr je Nutzer
- Desktop-only (Windows), kein Cloud-Zugang
- Normaktualisierungen erfordern manuelle Software-Updates
Fazit: Ideal für Energieberatungsbüros mit breitem Leistungsspektrum. Nicht optimal für reine iSFP-Fokus oder gelegentliche Nutzung.
BKI Energieplaner
BKI Energieplaner ist ebenfalls eine Desktop-Software mit breitem Funktionsumfang. Stärke liegt in der Kostendatenbank für Sanierungsmaßnahmen, die in den iSFP-Workflow integriert ist.
Stärken:
- Kostenabschätzung für Sanierungsmaßnahmen gut integriert
- Übersichtlichere Oberfläche als Hottgenroth
- Akzeptables Preis-Leistungs-Verhältnis
Schwächen:
- Desktop-only
- Lizenzkosten ähnlich Hottgenroth
- Weniger bekannt, kleinere Community
Fazit: Solide Alternative zu Hottgenroth. Für bürobasierte Berater mit Fokus auf Kostentransparenz geeignet.
IWU-iSFP
Das Institut Wohnen und Umwelt (IWU) hat eine kostenlose iSFP-Software entwickelt, die explizit für den BAFA-Prozess konzipiert ist.
Stärken:
- Kostenlos
- Fokussiert auf den iSFP (kein Funktionsüberfluss)
- Direkte BAFA-Konformität
Schwächen:
- Eingeschränkter Funktionsumfang
- Keine kommerziellen Features (kein Kundenverwaltung, kein Mandantenmodell)
- Desktop-Software
- Updates kommen oft verzögert
Fazit: Für gelegentliche Nutzung oder für den Einstieg geeignet. Nicht für professionellen Dauerbetrieb ausgelegt.
iSFP-Turbo
iSFP-Turbo ist die einzige Cloud-Software in diesem Vergleich, die ausschließlich für den iSFP-Prozess konzipiert ist.
Stärken:
- Cloud-basiert, läuft im Browser (kein Windows-Zwang)
- LiDAR-Aufmessung per Smartphone
- Bauteilkatalog mit 200+ normativen Standardwerten nach Baujahrsklasse
- Automatische Updates: neue BAFA-Schemata und GEG-Änderungen sofort verfügbar
- Pay-per-Use (29 €/Bericht) oder Flatrate (99 €/Monat)
- Integrierter Fördermittel-Rechner für das Kundengespräch
- Mandantenverwaltung und Team-Zugänge
Schwächen:
- Kein Energieausweis-Modul (iSFP-spezifisch)
- Aktuell in der Beta-Phase (kostenlos, nicht alle Features final)
- Keine CAD-Integration
Fazit: Die modernste Option für iSFP-fokussierte Berater. Besonders attraktiv für SHK-Handwerker, Solo-Berater und Büros mit mehreren Beratern.
Direktvergleich
| Kriterium | Hottgenroth | BKI | IWU-iSFP | iSFP-Turbo | |-----------|-------------|-----|----------|------------| | BAFA v2.5 | Ja | Ja | Ja | Ja | | Cloud | Nein | Nein | Nein | Ja | | Preis/Monat | ca. 70–100 € | ca. 60–90 € | kostenlos | 29–99 € | | Einarbeitung | 2–4 Wochen | 1–2 Wochen | 1 Woche | < 1 Tag | | Mehrnutzer | Einzellizenz | Einzellizenz | Einzellizenz | Ja | | Auto-Updates | Nein | Nein | Nein | Ja | | LiDAR | Nein | Nein | Nein | Ja |
Welche Software passt zu wem?
Solo-Energieberater mit 10–30 iSFPs/Monat: iSFP-Turbo (Flatrate) oder iSFP-Turbo (Pay-per-Use wenn < 4 iSFPs/Monat)
Energieberatungsbüro mit Team: iSFP-Turbo (Professional-Plan) – oder Hottgenroth wenn umfangreiche Zusatzmodule benötigt
SHK-Handwerker mit dena-Zertifikat: iSFP-Turbo Pay-per-Use (kein Abo, nur wenn genutzt)
Architekturbüro: iSFP-Turbo als Ergänzung zur CAD-Software
Gelegentliche Nutzung ohne Budget: IWU-iSFP (kostenlos, aber begrenzt)
Fazit: Die Landschaft ändert sich
Die etablierten Desktop-Software-Lösungen haben den Markt jahrzehntelang dominiert. Doch die zunehmende Normendynamik (GEG-Novellen, BAFA-Updates) macht automatische Cloud-Updates zum entscheidenden Vorteil.
Für Berater, die sich auf den iSFP fokussieren und nicht alle 6 Monate ein Software-Update installieren wollen, ist iSFP-Turbo die modernste Wahl für 2025.