7 häufige iSFP-Fehler – und wie Sie sie vermeiden
Diese Fehler führen am häufigsten zu BAFA-Ablehnungen oder Förderkürzungen. Energieberater aufgepasst: Checkliste für fehlerfreie iSFPs.
Nach zahlreichen Gesprächen mit Energieberatern haben wir die sieben häufigsten Fehler bei der iSFP-Erstellung identifiziert. Diese Fehler kosten Zeit, Geld und im schlimmsten Fall den BEG-Bonus des Eigentümers. Mit dieser Checkliste vermeiden Sie sie.
Fehler 1: Veralteter XML-Export
Was passiert: Die BAFA-Druckapplikation akzeptiert nur XML-Exporte im aktuellen Schema-Format. Wer mit einer veralteten Software-Version arbeitet, erhält beim Import Validierungsfehler.
Folge: Der iSFP muss komplett neu erstellt und exportiert werden – Zeitverlust von 2–4 Stunden.
Wie vermeiden: Prüfen Sie nach jedem Software-Update oder BAFA-Ankündigung, ob Ihre Software das aktuelle Schema (derzeit v2.5.x) unterstützt. Cloud-Software wie iSFP-Turbo aktualisiert sich automatisch.
Fehler 2: Fehlende oder unzureichende Vor-Ort-Begehung
Was passiert: Energieberater erstellen iSFPs auf Basis von Fotos, Telefonauskünften oder Bauplänen – ohne tatsächlich vor Ort gewesen zu sein.
Folge: Bei BAFA-Stichproben kann die fehlende Begehung nachgewiesen werden. Das kann zur Rückforderung der gesamten Förderung führen – nicht nur beim iSFP, sondern bei allen auf dem iSFP basierenden BEG-Anträgen.
Wie vermeiden: Führen Sie jede Vor-Ort-Begehung durch und dokumentieren Sie sie. Datum, Uhrzeit, Anwesenheit des Eigentümers oder einer Kontaktperson notieren. Fotos als zusätzlichen Nachweis machen.
Fehler 3: Die beantragte Maßnahme fehlt im iSFP
Was passiert: Ein Eigentümer beantragt BEG-Förderung für eine Wärmepumpe. Der iSFP empfiehlt jedoch nur Dämmmaßnahmen, die Heizungsanlage wird nicht erwähnt.
Folge: Der BAFA verweigert den 5%-iSFP-Bonus. Die Förderung wird zum Basissatz gewährt.
Wie vermeiden: Sprechen Sie mit dem Eigentümer vor der iSFP-Erstellung über geplante Maßnahmen. Stellen Sie sicher, dass alle konkreten Maßnahmen im iSFP enthalten und empfohlen werden.
Fehler 4: Abgelaufene dena-EEE-Eintragung
Was passiert: Die dena-Eintragung ist auf 3 Jahre begrenzt. Manche Berater vergessen die Verlängerung.
Folge: Mit abgelaufener EEE-Eintragung erstellte iSFPs sind für BAFA-Förderanträge nicht verwendbar. Der Eigentümer erhält keinen Bonus.
Wie vermeiden: Setzen Sie einen Kalender-Reminder 6 Monate vor Ablauf Ihrer EEE-Eintragung. Die Verlängerung benötigt Nachweise über Fortbildungen (mind. 8 UE in 3 Jahren) und dauert mehrere Wochen.
Fehler 5: Falsche oder fehlende Effizienzklassen-Prognose
Was passiert: Die Sanierungsszenarien enthalten keine oder falsche Effizienzklassen-Prognosen. Zum Beispiel wird ein Szenario mit nur einer Dämmmaßnahme als "KfW 40" ausgewiesen.
Folge: Die BAFA-Druckapplikation v2.5 lehnt den Import ab (Pflichtfeld fehlt) oder der iSFP ist fachlich unglaubwürdig, was bei Prüfungen auffällt.
Wie vermeiden: Berechnen Sie für jedes Sanierungsszenario den resultierenden Primärenergiebedarf und leiten Sie daraus die korrekte Effizienzklasse ab. Gute Software macht das automatisch.
Fehler 6: Unvollständige Gebäudedokumentation
Was passiert: Pflichtfelder in der Gebäudeerfassung bleiben leer. Besonders häufig: fehlende Keller-/Bodenplatteninformationen, unvollständige Fenstererfassung oder fehlende Angaben zur Warmwasserbereitung.
Folge: Der XML-Import schlägt mit Validierungsfehler fehl. Im besten Fall sind es nur Fehler, die schnell zu korrigieren sind. Im schlechtesten Fall fehlen Daten, die eine neue Vor-Ort-Begehung erfordern.
Wie vermeiden: Nutzen Sie eine strukturierte Begehungs-Checkliste. iSFP-Turbo markiert Pflichtfelder visuell und verhindert den Export bei unvollständiger Erfassung.
Fehler 7: Kein Übergabenachweis
Was passiert: Der iSFP wird erstellt und dem Eigentümer per E-Mail geschickt. Datum und Form der Übergabe werden nicht dokumentiert.
Folge: Bei BAFA-Prüfungen muss die Übergabe nachgewiesen werden können. Ohne Nachweis kann das zur Ablehnung der Förderung führen.
Wie vermeiden: Dokumentieren Sie die Übergabe immer. Möglichkeiten: E-Mail-Bestätigung des Eigentümers, Übergabe-Protokoll mit Unterschrift, oder automatische Dokumentation in der Software.
Die iSFP-Fehler-Checkliste
Prüfen Sie vor jedem iSFP-Abschluss:
- [ ] Software auf aktuellem Stand (XML-Schema v2.5.x)?
- [ ] Vor-Ort-Begehung nachgewiesen (Datum, Foto)?
- [ ] Alle geplanten Fördermaßnahmen im iSFP enthalten?
- [ ] dena-EEE-Eintragung aktuell (Ablaufdatum prüfen)?
- [ ] Effizienzklassen-Prognosen für alle Szenarien vorhanden?
- [ ] Alle Pflichtfelder ausgefüllt (XML-Validierung ok)?
- [ ] Übergabe dokumentiert?
Was, wenn ein Fehler passiert ist?
Nicht jeder Fehler ist fatal. Einige können korrigiert werden:
Korrigierbar: Fehlende Felder, falsche U-Werte, Effizienzklassen-Prognosen – solange die Vor-Ort-Begehung stattgefunden hat und die iSFP noch nicht eingereicht wurde.
Schwer korrigierbar: Fehlende Maßnahme im iSFP, wenn der BAFA-Antrag bereits gestellt wurde. Hier muss individuell mit dem BAFA kommuniziert werden.
Nicht korrigierbar: Abgelaufene EEE-Eintragung zum Zeitpunkt der iSFP-Erstellung. Der iSFP muss durch einen gültig eingetragenen Berater neu erstellt werden.
Fazit
Die meisten iSFP-Fehler entstehen nicht aus Unwissenheit, sondern aus Zeitdruck und fehlenden Prozessen. Eine strukturierte Begehungs-Checkliste und eine Software, die Pflichtfelder erzwingt und automatisch valide XML exportiert, eliminiert die meisten Fehler systematisch.
iSFP-Turbo ist auf genau diesen Bedarf ausgelegt: Jedes Pflichtfeld ist markiert, der XML-Export wird vor dem Speichern validiert, und Druckapplikations-Updates erfolgen automatisch. Fehler werden verhindert, bevor sie passieren.